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суббота, 17 декабря 2016 г.

Oberbürgermeisterin: Von verdächtigem Zwölfjährigen geht keine Gefahr aus

16. Dezember 2016, 12:13 Uhr Terrorismus

  Ein Junge soll zweimal versucht haben, eine Nagelbombe auf einem Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen explodieren zu lassen. Oberbürgermeisterin Lohse zufolge befindet er sich inzwischen an einem sicheren Ort. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Fundes einer Nagelbombe in Ludwigshafen. Zwar wollte der stellvertretende Pressesprecher der Behörde, Stefan Biehl, "aus ermittlungstaktischen Gründen" keine weiteren Angaben machen, damit bestätigt sich aber ein früherer Bericht des Focus. Bei einer Pressekonferenz im Ludwigshafener Rathaus sagte die Oberbürgermeisterin Eva Lohse, dass der Junge sich an einem sicheren Ort befinde und keine Gefahr mehr von ihm ausgehe. Weitere Auskünfte konnte sie nicht geben, da der Generalbundesanwalt einen Auskunftsvorbehalt eingelegt hatte. Nach Informationen des Magazins soll ein zwölfjähriger Junge versucht haben, einen Bombenanschlag auf den Weihnachtsmarkt in der rheinland-pfälzischen Stadt zu verüben. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal bestätigte dies der Nachrichtenagentur Reuters. Dem Focus zufolge kam es nur deshalb nicht zu einer Detonation, weil der Sprengsatz nicht zündete. Schon einige Tage zuvor soll der Junge versucht haben, den Sprengsatz auf dem Weihnachtsmarkt zu zünden. Einem Bericht des SWR zufolge hat der Junge offenbar Anweisungen über den Messenger-Dienst Telegram bekommen. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass Anhänger des Islamischen Staates dahinter stecken. Dank eines "Hinweisgebers" wurde der Rucksack entdeckt Der in Ludwigshafen geborene Deutsch-Iraker soll am 5. Dezember einen Rucksack mit einer selbst gebauten Zündvorrichtung in einem Gebüsch nahe des Rathauses deponiert haben. Darin soll sich ein Konservenglas mit aufgebohrtem Loch befunden haben, aus dem ein Draht ragte. Es sei mit Sprengpulver gefüllt gewesen, von außen seien mit Klebeband Nägel angebracht gewesen. Dank eines "Hinweisgebers" wurde der Rucksack entdeckt. "Die Polizei hat aus diesem Glas Substanz entnommen und entzündet. Und sie war brennfähig", sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Hubert Ströber. Es gehe aber nicht aus den Akten hervor, wie sich das Pulvergemisch verhalten hätte, wenn es im Glas entzündet worden wäre. Da der Verdächtige mit zwölf Jahren aber noch nicht strafmündig ist, wurde von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgesehen, sagte Ströber. Nach seiner Ergreifung sei er in einem Jugendheim untergebracht worden. Zugleich liege die Zuständigkeit "bezüglich des Umfeldes" des Kindes bei der Bundesanwaltschaft. Möglicherweise sei der Junge bei seiner Tat beeinflusst worden. Da über die konkreten Motive des Zwölfjährigen ist bislang wenig ist, können auch Experten nur Vermutungen anstellen. Peter Neumann, Professor für Sicherheit am King's College in London, sagte der Nachrichtenagentur dpa, der Junge sei womöglich im Internet von IS-Sympathisanten rekrutiert worden, der ihn "gewissermaßen über Messengerdienste in Echtzeit ferngesteuert hat". Ähnliche Radikalisierungsprozesse habe man auch bei den Attentätern von Hannover, Ansbach und Würzburg beobachtet. "Es ist schon ungewöhnlich, einen Zwölfjährigen zu sehen, aber es ist keine vollkommene Überraschung", betonte Neumann. "Denn wir wissen, dass der Islamische Staat zum Beispiel auch sehr, sehr junge Rekruten hat. In Deutschland war der jüngste Syrien-Kämpfer 13 Jahre alt."

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